Über mich..

Von einem der auszog die Welt zu rocken!

Meine "gitarristische Karriere" nahm ihren Lauf, als Weihnachten 1982 mein Wunschgeschenk unter dem Tannenbaum auf seine Entblößung wartete: eine klassische Gitarre irgendeines No-Name-Herstellers aus dem Quelle-Versand, inklusive einem Lehrbuch für großartige Lieder wie "Die Vogelhochzeit" oder "Lady in Black" und einem Filzplektrum - (!), für dass mir bis heute der wirkliche Sinn nicht klar verständlich ist.

Im Mai 1983 folgte dann das längst überfällige : eine elektrische Gitarre von Ibanez, die mit kleinen Jobs finanziert wurde. Kurz darauf gabs dann auch den passenden Verstärker: einen "Vermona" Kofferamp aus der ostdeutschen Schmiede der "Musikelektronik Klingenthal". Ich glaube bis heute habe ich keinen Verstärker gehört der schlechter klang, damals war er aber mein ganzer Stolz. Auf Bitten und Betteln gab´s dann noch einen ganz üblen Coron-Verzerrer dazu. Dieses kleine Kästchen als Rauschgenerator zu umschreiben ist reichlich untertrieben, aber er machte aus meiner Gitarre etwas ganz, ganz Böses, und endlich hatte ich die Anerkennung von meinen Freunden und unseren Nachbarn sicher!

In den darauf folgenden Jahren gab es eigentlich nur ein Thema für mich : die Gitarre. Übungs-Sessions von 6 bis 10 Stunden täglich waren keine Seltenheit, so war ich von diesem Instrument fasziniert. Besonders die zu dieser Zeit aufkommende "Guitar-Heroe-Welle" mit Ausnahmemusikern wie Jason Becker, Marty Friedman, Tony MacAlpine, Joey Tafolla, Yngwie Malmsteen, etc. gefiel mir sehr gut, betraten diese Jungs doch Neuland mit ihren Ideen und Techniken in die doch recht ausgelutschten und immer wieder gehörten Pfade.

Und in einer damals noch bedeutend ruhigeren Welt ohne Günter Jauch, DSDS, Netzwerk-Partys und DJ-Hype gab es in dem nordhessischen vierhundert Seelen-Dorf, in dem ich aufwuchs, gar keine Alternative, außer sich mit einem Instrument zu beschäftigen - und das am besten 24 Stunden am Tag!

Mitte der neunziger Jahre zog es mich dann ins Rhein-Main-Gebiet und ich begann mein Studium am renommierten "Münchener Gitarreninstitut" (MGI), war parallel dazu einer der ersten Dozenten der SRG (Schule für Rockgitarre) sowie Dozent an verschiedensten Musikschulen im Rhein-Main-Gebiet bevor ich 2001 beschloss, den starren Strukturen und Richtlinien von Musikschulen den Rücken zu kehren und für meine Schüler ein individuelle(re)s Lernprogramm zu erstellen: mit individuelleren Unterrichtszeiten, lockerer Atmosphäre "unter Musikern", flexiblen Zahlungsmöglichkeiten der Unterrichtsgebühren und nicht zuletzt dem vollen Mail&Telefon-Support für die dringenden Fragen zwischendurch.

Weiterhin bin ich seit Frühjahr 2009 verantwortlicher Chef-Redakteur für den Gitarre/Bass-Bereich des Online Musikmagazins Amazona.de, für das ich alles veröffentliche, was mit dem Thema Saiteninstrumente zu tun hat.

Und warum das alles? Nun, immer mit der Hoffnung, bei meinen Schülern und Workshopteilnehmern das gleiche Feuer zu entfachen, welches mich in den 80ern so packte- und bis heute nicht mehr loslässt!