Musik-Glossar

Auf vielfachen Wunsch finden sich hier die Auflösung für viele Fachbegriffe aus der Welt der Gitarre und der Musik im Allgemeinen. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben und dieses Glossar wird ständig weitergepflegt. Vorschläge für evtl. Neueintragungen sind jederzeit willkommen!

A

Aeolisch

Die sechste Stufe im Ionischen System und zugleich Beginn der Mollparallele.

Absolutes Gehör

Die Fähigkeit, durch Hören die Tonhöhe jeder Note ohne einen äußeren Bezugspunkt zu bestimmen.

Akustik

Physikalische Lehre vom Schall oder auch die Klangqualität eines Raumes/Konzertsaales.

Alder

Englisch für Erle, ein sehr beliebtes Tonholz im Musikinstrumentenbau.

Amplifier

Umgangssprachliche Bezeichnung für einen (Gitarren-)Verstärker.

Arpeggio

Der musikalische Fachbegriff für einen Akkord bei dem die einzelnen Töne nicht gleichzeitig sondern in kurzen Abständen nacheinander erklingen.

Ash

Englisch für das Tonholz Esche.

B

Barré-Akkord

Akkord bei dem der Zeigefinger alle Saiten in einem Bund gleichzeitig niederdrückt.

Basswood

Englischsprachig für das Tonholz Linde.

Bending

Bezeichnung für das Ziehen einer Saite mit den Fingern der Greifhand.

Binding

Bezeichnung für die Einfassung an den Kanten eines Instrumentes.

Blue Note

Die erhöhte Quart oder erniedrigte Terz in der pentatonischen Tonleiter (Bluestonleiter).

Bolt-On Neck

Angeschraubter Hals.

BPM

Beats per Minute/Schläge pro Minute. Die Bezeichnung für die Geschwindigkeit eines Musikstückes.

Bridge

Steg eines Saiteninstrumentes.

Bünde

Einteilung des Griffbretts bei Zupfinstrumenten in musikalisch spielbare Zonen, bei Gitarren finden sich meistens 21-24 spielbare Bünde.

C

Chorus

Englisch für Refrain. In der Musikelektronik Bezeichnung für ein Effektgerät (auch "Stereo-Chorus" genannt).

Chromatik

Halbton-Tonleiter.

Cinch

Steckerformat welches bei vielen HiFi-Geräten und auch bei günstigeren Musikinstrumenten Verwendung findet.

Clicktrack

Elekronisches Metronom, das bei Tonaufnahmen als Tempo-Orientierung dient.

Cutaway

Ausfräsungen am oberen Korpusende von elektrischen (Bass-)Gitarren die zur besseren Bespielbarkeit der hohen Lagen am Hals dienen.

Cymbals

Schlagzeugbecken.

D

Delay

Englisch für Verzögerung. Umgangssprachliche Bezeichnung für einen Echo-Effekt welcher i.d.R. von einem Effektgerät produziert wird.

Distortion

Die bewusst herbeigeführte Verzerrung eines Klanges durch einen Effektpedal oder durch Übersteuerung eines (Gitarren-)Verstärkers.

Dreiklang

Das gleichzeitige Erklingen von Grundton, Terz und Quinte.

DI-Box

Elektronische Schaltung zur Symetrisierung eines unsymetrischen Signals.

Dissonanz

Dem Ohr missfallender Klang.

Drop-D Tuning

Bei diesem Tuning wird die tiefe E-Saite auf D runtergestimmt.

Drumset

Schlagzeug.

Dur

Tongeschlecht bei dem die Durtonleiter zugrunde liegt.

Dynamik

Die Lautstärkeunterschiede innerhalb eines Musikstückes.

E

Ebony

Englisch für das Tonholz Ebenholz welches hauptsächlich bei der Verwendung von Griffbrettern bei Saiteninstrumenten verarbeitet wird.

E-Bow

Handgrosses, batteriebetriebenes Musikinstrument bei dem mit Hilfe eines Magnetfeldes die Saite einer Gitarre zum Schwingen gebracht wird.

Echo

Ein durch Rückwurf von Schwingungen entstehender Widerhall.

Effektgerät

Elektronisches Musikinstrument zur Erzeugung von Ton-Effekten wie Hall, Echo, Chorus etc.

Equalizer

Elektronische Komponente zur Tongestaltung und zur Entzerrung von Tonfrequenzen.

F

Feedback

Rückkopplung eines Audiosignals, das im Rockgitarrenbereich zum Stilmittel wurde - im übrigen Audiobereich eher unerwünscht.

Fingersatz

Angabe über die Greifweise von Akkorden und Melodien.

F-Löcher

Schalllöcher im Korpus von Streichinstrumenten.

Flageolett

Flötenartiger Ton, welcher durch leichtes Auflegen eines Fingers auf die Saite eines Zupfinstrumentes erreicht wird. Beliebtes Stilmittel vieler Gitarristen.

Flamenco

Traditionell spanische Musik mit Ursprung im Andalusischen Landesteil.

Flanger

Sehr beliebter Effekt der siebziger Jahre welcher durch Zeitverzögerung und Indifferenzen für Dynamik im Klangbild sorgt.

Fretboard

Griffbrett

Fretless

Bezeichnung für Instrumente ohne Bünde. Bei Bässen häufiger anzutreffen als bei Gitarren. Standard bei allen Streichinstrumenten.

G

Gain

Bezeichnung für die Intensität der Vorverstärkung in Instrumentalverstärkern. Mit Gain regelt man den Verstärkungs-, bzw. Verzerrungsgrad.

Ganzton

Ein Ganzton-Intervall bestehend aus zwei Halbtönen.

Gerader Takt

Takt, dessen Schlagzahl durch zwei teilbar ist.

Gig

Auftritt eines Künstlers oder einer Band.

Gitarrentabulatur

Kurz TAB genannt.Populäre Form zur Niederschrift von Gitarrenkompositionen.

Gotoh

Japanischer Hersteller für Hardware von Musikinstrumenten vieler namhafter Firmen. Im Sortiment finden sich Mechaniken, Sättel, Stege etc.

Groupie

Vornehmlich weiblicher Anhänger einer Band oder eines Künstlers.

H

Halbton

Das kleinste Intervall in der europäischen Musik.

Hammer on/Pull off

Die Erzeugung von Tönen auf einem Saiteninstrument lediglich durch Aufschlagen, bzw. Abziehen der Saite mit der Greifhand auf das Griffbrett.

High-Gain-Amp

Bezeichnung für einen Gitarrenverstärker mit sehr stark ausgeprägtem verzerrten Klang.

Humbucker

Doppelspuliger Tonabnehmer bei elektrischen Musikinstrumenten.

I

Improvisation

Die Kunst des spontanen Musizierens ohne Noten, meist auf einem Thema oder Harmonieschema basierend.

Inlay

Intarsie im Griffbrett anhand welcher sich der Musiker orientieren kann. I.d.R. als Punkte (dots) ausgeführt.

Intervall

Abstand zweier Töne zueinander.

Interpretation

Ausdeutung eines Musikstückes.

Intonation

Einstimmung.

Ionisch

Kirchentonart. Die erste Stufe im Ionischen System.

J

K

Kadenz

Eine Akkordabfolge die einen schließenden Effekt besitzt.

Kakophonie

Missklang.

Kapodaster

Zusätzlicher Sattel auf dem Griffbrett zur gleichmäßigen Verkürzung aller Saiten.

Keyboard

Allgemeine Bezeichnung für elektronische Instrument die über Tasten gespielt werden.

Kirchentonarten

Mittelalterliche diatonische Tonreihen, die ein sehr ausdrucksstarkes Spielen ermöglichen. Die Basis des Jazz.

Kompressor

Effektschaltung die die Dynamik eines Signals eingrenzt. Ein Kompressor macht simpel ausgedrückt leise Töne lauter und laute Töne leiser.

Konsonanz

Dem Ohr gefallender Zusammenklang.

Kontrapunkt

Zusammenklang von zwei oder mehr verschiedenen Stimmen die rhythmisch und melodisch unabhängig voneinander klingen.

Korpus

Bezeichnung für den (Klang-)Körper eines Instrumentes.

L

Lage

Bezeichnung für die Stellung des Zeigefingers der Greifhand auf dem Griffbrett. Fünfte Lage z.B. bedeutet, dass der Zeigefinger am fünften Bund anliegt.

Legato

(Italienisch) für "Gebunden": Eine sehr häufig genutzte Spielart auf Saiteninstrumenten um einen weicheren Klang zu erreichen.

Leitton

Die siebte Stufe einer Tonleiter. Der Leitton leitet hinauf zum Grundton der Tonart.

Locking-Mechanik

Stimm-Mechaniken die es mittels eines Bolzen-Systems ermöglichen die Saite sicher zu arretieren um so Stimmproblemen entgegenzuwirken.

Longscale

Überlänge des Halses bei Saiteninstrumenten. Früher häufig bei Bassgitarren anzutreffen.

M

Major

Englische Bezeichnung für eine Dur-Tonart.

Melodie

Eine aus Motiven bestehende, abgeschlossene Tonfolge.

Melodisch Moll

Molltonleiter mit aufwärts erhöhter sechster und siebter Stufe. Abwärts gespielt werden beide wieder aufgelöst.

Metronom

Taktmesser. Zumeist elektronisches Gerät, welches die Geschwindigkeit eines Musikstückes vorgibt, an der sich die Musiker orientieren können.

Minor

Englische Bezeichnung für eine Moll-Tonart.

Modulation

Das Übergehen von einer Tonart in eine andere.

Moll

Tongeschlecht mit kleiner Terz.

Myxolydisch

Kirchentonart. Die fünfte Stufe im Ionischen System.

N

Natural Finish

Bezeichnung für die naturbelassene Oberfläche eines Instrumentes bei der die Struktur des verwendeten Tonholzes zur Geltung kommt.

Noisegate

Elektronische Schaltung welche ungewolltes Rauschen und Nebengeräusche aus einem Nutzsignal filtert.

Nonenakkord

Ein Fünfklang bestehend aus Grundton, Terz, Quinte, Septime und None.

Notch Filter

Schmalbandiges Filter, das häufig in Westerngitarren-PreAmps eingesetzt wird um unerwünschte Frequenzbereiche abzusenken.

O

Obertöne

Töne, welche in jedem natürlichen Ton mitschwingen.

Octaver

Effekt zum Hinzufügen einer zusätzlichen Stimme eine Oktave über oder unter dem Originalsignal.

Oktave

Intervall, bestehend aus 8 Tonstufen.

Oktavreinheit

Das korrekte Verhältnis zwischen Mensur einer einzelnen Saite und den Bünden bei Saiteninstrumenten.

Overdrive

Allgemeine Bezeichnung für das Spielen eines Verstärkers mit Verzerrung.

P

Perlmutt

Das für Inlays und Bindings meist genutzte Material aus Muschelkalk.

Phaser

Der Phaser-Effekt beruht auf der periodischen Veränderung einer phasenverschobenen Kopie des Originalsignals. Sehr beliebt in den wilden 70ern.

Pickguard

Bauteil an elektrischen Saiteninstrumenten das zur Aufnahme der Elektronik dient.

Pickup

(englisch) Tonabnehmer. Bauteil an elektrisch verstärkten Musikinstrumenten, welches zur Abnahme des Klanges dient.

Piezo-Pickup

Tonabnehmer der Piezo-Kristalle enthält. Häufig in Westerngitarrenmodellen zur elektrischen Verstärkung genutzt.

Picking

Englische Bezeichnung für das Anschlagen einer Saite mit der rechten Hand.

Q

Quarte

Ein Intervall mit vier Ganztönen.

Quinte

Ein Intervall mit fünf Halbtönen.

R

Reissue

Bezeichnung für die Wiederauflage von Instrumenten-Klassikern.

Resonanz

Das Mitschwingen alstischer Körper, wodurch der Klang eine größere Lautstärke erhält.

Reverb

Nachhall. Standardeffekt bei den meisten Gitarrenverstärkern.

Rhythmus

Griechisch Rhythmos-fließende Bewegung. Bezeichnet in der Musik das durch Akzentuierung zustande kommende Moment der Bewegung in der Zeit.

Riff

Mehrfach wiederholtes Motiv als Gegensatz oder Hintergrund des Soloinstruments. Kann auch Thema eines Musikstückes sein (Hookline).

Roadie

Eine Begleitperson einer auf Tour (on the road) befindlichen Band oder eines Künstlers. Zumeist mit schweißtreibenden Aufgaben wie Boxen&Lichtanlage wuchten betraut. I.d.R. hoher Alkoholkonsum.

S

Sampling

Digitale Speicherung eines Schallereignisses zum Zweck der Weiterverarbeitung.

Singlecoil

Einspuliger Tonabnehmer zur Abnahme von elektrischen Saiteninstrumenten.

Skala

Synonym für Tonleiter.

Slide

Im Musikerjargon Synonym für Glissando. Das Gleiten mit dem Finger von einer Lage zu einer anderen.

Stratocaster

Instrument der Firma Fender. Durch unzählige Kopien geehrt.

Strings

Englisch für Saiten.

Sustain

Bezeichnet bei Saiteninstrumenten den Vorgang des Abklingens eines angeschlagenen Tones.

T

Tabulatur

Notenschrift für Gitarre und Bass, kurz TAB genannt.

Takt

Maßeinheit für den Rhythmus eines Musikstückes.

Take

In der Sprache der Medien und Musikproduktion übliche Bezeichnung für die Aufnahme einer bestimmten Version eines Stückes.

Tapping

Eine Gitarren- bzw. E-Bass-Spieltechnik bei welcher der Ton durch Aufhämmern der Finger der rechten Hand auf das Griffbrett erzeugt wird.

Tonabnehmer

Wandelt die Schwingungen von Saiten in eine elektrische Spannung um die dann von einem Verstärker verstärkt wird. Siehe auch Pickup.

Tonart

Bezeichnung für das tonale Zentrum eines Musikstückes.

Tonika

Die erste Stufe einer Tonleiter und deren Dreiklang.

Transkription

Umwandlung einer Notenschrift in eine andere. Beispiel: Gitarrentabulatur in das Fünfliniensystem.

Transposition

Die Umwandlung eines Musikstückes in eine andere Tonart.

Tremolo

Elektronisch oder akustisch erzeugter Klangeffekt bei dem fortlaufend in kurzen Zeitabständen die Lautstärke des musikalischen Signals moduliert wird.

Tritonus

Intervall zwischen Quarte und Quinte. Auch Diabolus in Musica genannt.

U

Unisono

Einstimmiges Spiel in gleicher Lage oder im Abstand von einer oder mehreren Oktaven.

Übermäßig

Vergrößerung der großen und reinen Intervalle um einen Halbton.

V

Verminderter Dreiklang

Akkord mit zwei kleinen Terzen.

Verse

Englischsprachige Bezeichnung für Strophe.

Vibratosystem

Bauteil einer elektrischen Gitarre welches den Steg ersetzt und zur Manipulation der Tonhöhe (durch Änderung der Saitenspannung) dient.

Vintage

Bezeichnung für Musikinstrumente aus hervorragenden Jahrgängen.

Virtuose

Interpret mit brillanter Technik.

Voicing

Vertikale Positionierung von Intervallen innerhalb eines Akkordes.

W

Walking Bass

In der Jazzmusik selbstständiger Bassrhythmus der sich durch Taktverschleppung auszeichnet.

X

Y

Z